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Die Tour - Vorgeschichte und Vorbereitungen

Die Vorgeschichte ist hier nur insoweit wiedergegeben, wie sie uns beide gemeinsam betrifft. Alle individuellen Informationen zu unseren Personen sind auf unseren getrennten Seiten über Jens und über Andreas enthalten und von der Seite über uns aus aufzurufen. Etwas detailliertere Beschreibungen einiger Erlebnisse sind auf der Seite Highlights zu finden - inkl. der Geschichte, wie wir beide uns während unserer Vorbereitungen zufällig kennengelernt haben.

Visa:

Zwischen dieser Idee im Dezember 1989 und der eigentlichen Abfahrt im Marz 1990 lag nicht viel Zeit. Anfangs versuchten wir noch, Visa für die zu durchquerenden Lander vorher zu besorgen, gaben aber schnell wieder auf: Es wäre unmöglich gewesen, die Reisezeiten - gerade auf dem Rad - so genau vorauszubestimmen und die Visa wären bei der Einreise schon verfallen gewesen. Wie sich herausstellte, hat fast jedes afrikanische Land in den Nachbarländern Botschaften, die die Visa vor Ort ausstellen. Jens entschied sich, alle Visa erst unterwegs zu besorgen, und der einzige Stempel, den Andreas bei der Abfahrt schon im Pass hatte, war das als sehr schwierig geltende Visum für Algerien.

Impfungen:

Impfen liessen wir uns gegen Tetanus, Gelbfieber und Typhus. Eine Hepathitis-Impfung gab es damals noch nicht. Ab der Feuchtsavanne in Benin nahmen wir bis nach der Ausreise aus Sambia Malariaprophylaxe ein, eine Mischung aus Palludrin und Chloroquin, die sich zwar als gut verträglich erwies, aber die Malaria bekamen wir wegen der hohen Resistenz der Moskitos in Zentralafrika trotzdem. Da half dann nur noch eine volle Ladung des nebenwirkungsreichen Lariam, die uns damals das Leben rettete. Das gleiche Medikament wird heute schon als Prophylaxe verschrieben und es ist zweifelhaft, ob es uns wegen der dadurch entstandenen neuen Resistenzen heute noch helfen würde.

Versicherungen:

Wir hatten eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen, die nach sechs Monaten erneuert werden musste.

Wetter:

Alle Trockenzeiten entlang unserer geplanten Route unter einen Hut zu bringen, erwies sich theoretisch und später auch in der Praxis als unmöglich. Bei der Planung gab es eigentlich nur die Vorgabe, die Sahara wegen der immensen Hitze vor April durchquert zu haben (und selbst im April war es eigentlich schon zu heiss). In West-Kamerun, eine der regenreichsten Regionen der Welt, ist eigentlich immer Regenzeit. Und in Südafrka wollten wir nicht gerade im Winter ankommen. Da blieb für die Abfahrt eigentlich nur der Zeitraum zwischen Januar und März.

Ausrüstung:

Wir hatten beide etwa die gleichen Räder und die gleiche Ausrüstung. Um unabhängig voneiander zu sein, hatten wir jeder Schlafsack, Iso-Matte und Zelt, Werkzeug, Medikamente etc. dabei.

Details:

Fahrrad:
Trekkingbike Fahrradmanufaktur, 18 Gang
vorne und hinten je 3 Reifen der Firma "Schwalbe" verbraucht
Gepäck:
hinten zwei große Packtaschen, Schlafsack und Zelt
vorne: 2 kleine Packtaschen, Lenkertasche
Gesamtgewicht bei Abfahrt (ohne Wasser) ca. 40 kg
Gesamtgewicht bei Ankunft in Kapstadt (ohne Wasser) ca. 30 kg

Der nachfolgende Reisebericht unserer Afrika-Durchquerung ist eine Folge von monatlich erschienenen Zeitungsartikeln, die 1990/91 von Andreas geschrieben wurden und die damaligen Verhältnisse in den durchradelten Ländern zur Grundlage haben. Namen, Regierungen und Verhältnisse in diesen Ländern haben sich seitdem zum Teil drastisch verändert, besonders in Südafrika nach dem demokratischen Aufbruch 1994.
Beim Lesen dieses Reiseberichts gilt es, das zu berücksichtigen.

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